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Nach dem Scheitern der Vorbestellungsaktion: Warum haben wir zuletzt nicht mehr viel ins Marketing von UNL investiert?
by admin on Feb.11, 2011, under Allgemein, Startseite
In den letzten Tagen haben sich verständlicherweise ein paar von Euch enttäuscht zu Wort gemeldet, weil es keine Fortsetzung geben wird. Einige haben auch angemerkt, es wäre vom Verlag aus nicht genug Marketinganstrengung in die Vorbestellungsaktion investiert worden. Damit Ihr unser Vorgehen vielleicht etwas besser nachvollziehen könnt, möchten wir gerne nochmal kurz die Gründe dafür erklären: UNL war 2007 und 2008 unser absoluter Marketingschwerpunkt. Wir haben hier eine solide sechsstellige Summe für umfängliche Marketingaktivitäten investiert, zusätzlich sind wir zahlreiche reichweitenstarke Kooperationen eingegangen und haben sehr viel Arbeitszeit, Kreativität und persönliches Engagement in das Projekt gesetzt. Dies für eine Produktion, die ihrerseits bereits außergewöhnlich teuer war. Um bei UNL ohne Verlust (und auch noch ohne Gewinn) herauszukommen, müssten wir etwa 4.000 Exemplare pro Folge verkaufen. Tatsächlich haben wir von der bisher letzten Folge 600 Exemplare verkauft. UNL war längst in unsere Verlagschronik eingegangen als das bisher verlustreichste Projekt. Nachdem wir so oft (und gerade auch auf unserer Facebook-Seite) gefragt wurden, ob es nicht weitergehen könnte, waren zunächst einmal erhebliche interne Widerstände zu überwinden. Den kaufmännisch Verantwortlichen war es schwer zu vermitteln, noch einmal Geld in ein Projekt zu investieren, dass uns schon so viel Energie gekostet hat. Hier entstand die Idee eines viralen Vorgehens. Grundtenor: “Wir regen die Fangemeinde an, sich zu formieren”. Und in der Folge wollten wir dann dort, wo sich eine relevante Bewegung bildet, den Trend ggf. auch mit Marketinggeldern verstärken. Leider hat sich die Reaktion auf unser Vorgehen allerdings an keiner Stelle so formiert, als dass wir das sichere Gefühl bekamen “da entwickelt sich etwas, jetzt geht’s los.” Und angesichts der kostspieligen Vorgeschichte fanden wir daraufhin nicht den Mut, weiter an den Erfolg zu glauben und zu investieren.
Februar 11th, 2011 on 15:04
Aber wo kann sich eine “Fanbewegung” formieren, wenn man nur Facebook hat? Nicht alle sind bei Facebook, nicht alle suchen bei Facebook nach UNL…ich glaube, dass ist der Knackpunkt, der uns Fans aufstößt…mehr Präsenz auf der Buchmesse, wo man ohnehin vertreten ist, zeigen, die Buchhändler und Schulklassen auf sich aufmerksam machen…es gibt so viele Maßnahmen, die ohne massig Geldeinsatz realisierbar gewesen wären…schade drum
Februar 11th, 2011 on 20:44
Aufschlussreicher Artikel. Schadet wohl nicht, sich damit näher auseinander zusetzen. Werde auch die weiteren Artikel verfolgen.
Februar 15th, 2011 on 11:44
@nutellamaus: Es mag der Eindruck entstanden sein, dass wir uns nur auf facebook konzentriert haben, aber war bei Weitem nicht der Fall. Wir haben nicht nur in den beliebten Hörspiel-Fanforen und bei anderen Pressepartnern wie HörbuchFM, Hörbücher-Magazin u.ä. getrommelt, sondern gerade auch auf der Buchmesse mit Flyern für die Vorbestellungsaktion geworben. Tatsächlich haben wir aber schon in Frankfurt im Oktober gemerkt, dass es kaum Nachfragen gab nach der Soap und dass auch nach dem Verteilen von Hunderten von Flyern die Vorbestellungen nach der Messe nicht merklich angezogen sind. Angesichts solch schwacher Resonanz selbst im Kernzielpublikum auf der Buchmesse waren wir doch schon etwas enttäuscht, aber der “Markt” entscheidet eben in diesem Fall.